Bundesverband Deutscher Berufsjäger e. V.

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Seminar mit Biss

03.05.2017
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Erstellung von Verbissgutachten im Land Nordrhein-Westfalen

Mit der Novelle des Landesjagdgesetzes vom Mai 2015 hat der Landesbetrieb Wald und Holz NRW den gesetzlichen Auftrag erhalten, zur Wahrung der berechtigten Ansprüche der Forstwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden, im regelmäßigen Turnus von drei bis fünf Jahren ein Gutachten zum Einfluss des Schalenwildes auf die Verjüngung der Wälder zu erstellen. Um die Aufgabe für die Waldfläche des Landes Nordrhein-Westfalen umsetzen zu können, hat der Landesbetrieb ein Verfahren zum Wildmonitoring entwickelt, das als nachhaltiges Steuerungsinstrument zum Erhalt und zur Schaffung klimaangepasster Wälder in NRW geeignet ist.

Vor diesem Hintergrund fand Anfang April speziell für die Berufsjäger aus NRW das Seminar „Einfluss des Schalenwildes auf die Verjüngung der Wälder, Erstellung von Verbissgutachten im Land NRW“ statt.

Für den theoretischen Teil nutzte man die Räumlichkeiten im Waldinformationszentrum Forsthaus Hohenroth. Neben Herr Dr. Michael Petrak (Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung) referierten die Herren Manfred Gertz und Matthias Vollpracht (Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein)

Mit 30 Kollegen war die Veranstaltung bis auf den letzten möglichen Platz besucht und zeigt das große Interesse der Berufsjäger an derartigen Themen, die in den heutigen Jagdverwaltungen einen immer größeren Platz einnehmen

Um die Verbiss- und Schälschäden zu ermitteln, wurde ein Verfahren vorgestellt, welches mittels Tablett, GPS-Gerät und neuen Apps, alle Daten sofort genauestens erfassen und ermitteln kann.

Nach dem Mittag wurden die theoretischen Informationen im Wald an einigen Schaubildern in der Praxis angewendet. Die Durchführung vertiefte noch einmal das Verständnis und machte allen schnell klar, dass die neuen Methoden zur Erfassung von Schäl- und Verbiss- schäden gut umsetzbar und auch auf Dauer schlüssig und sinnvoll sind.

Ziel soll es sein, in den nächsten drei bis fünf Jahren alle Wälder – auch die, die sich im Privatbesitz befinden - auf Landesebene zu erfassen und damit statistisch abgesicherte Informationen zu erhalten. Es soll festgestellt werden, welchen Einfluss das vorhandene Schalenwild auf den Wald ausübt. Soweit wiederkäuende Hochwildarten vorkommen, für die ein Abschussplan aufzustellen ist, soll das Verbissgutachten bei der Abschussplanung berücksichtigt werden.

        

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