Bundesverband Deutscher Berufsjäger e. V.

Geschichte 1945 - 2000

1945

08.05 Kriegsende; Ende des Deutschen Reiches, alle staatlichen Strukturen existieren nicht mehr, Aufteilung des deutschen Gebietes  - bei Abtrennung der Gebiete Ostpreußen, Schlesien und Hinterpommern – Oder-Neiße-Linie

Vier Besatzungszonen: amerikanisch, englisch, französisch = westlich; russisch = östlich, mit Militärregierungen

Der 08. Mai wird unterschiedlich interpretiert:

westliche Besatzungszonen – spätere BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND: "Tag der bedingungslosen Kapitulation"

östliche Besatzungszone – spätere DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK: "Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus"

Der staatliche Neuanfang nimmt sehr unterschiedliche Entwicklungen – auch für den jagdlichen Neuanfang und den Beruf „Berufsjäger“

In der Bundesrepublik kommt es zur Restauration auf vielen Gebieten. In der Deutschen Demokratischen Republik entsteht ein völlig andere Gesellschaftssystem. Für den Berufsjägerstand heißt das:

Bundesrepublik: In kleinen Schritten kommt es zur Neuetablierung des Berufes

DDR: Dort verbliebene Berufsjäger müssen sich umorientieren. Zwar verhandelt Hans Behnke noch 1951 in Berlin mit Berufsjägervertretern aus der DDR (Ostzone) bzw. ruft eine Interessengemeinschaft Deutscher Berufsjäger 1952 zur Sammlung unter der Adresse: Nitzahn, Forsthaus Wendeberg, Post Groß Wusterwitz auf, letztlich ist der Beruf aber erloschen.

Im Vergleich dazu gibt es später die Ausbildung- postgraduales Studium für Forstleute, Landwirte und Behördenmitarbeiter an der Jagdschule Zollgrün - Abschluss als Meister der sozialistischen Jagdwirtschaft später zum Ingenieur für Jagdwirtschaft

Deutsche Demokratische Republik

1949

Eine Rückschau zu einzelnen Berufsjägern und der Entwicklung der professionellen Jagd ist erarbeitet von evierjäger Bernd Ockenfeld und Ing. für Wildbewirtschaftung Wildmeister Bernhard Schulz

1989

03. Okt. Die DDR ist seit 1990 in 5 Länder gegliedert, diese treten der Bundesrepublik bei. Die staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen ändern sich erneut!

Bundesrepublik Deutschland

1945/46

Sammlungsbewegung kriegsheimkehrender Berufsjäger, aus dem jüngeren Kollegenkreis kehren nur 30 – 40 % nach Hause in die nunmehrigen Besatzungszonen zurück. Der Beruf hat mit die höchsten, wenn nicht die höchsten Verluste aller Berufe. (WM Hans Behnke in einem Brief an den Beauftragten der Bundesregierung für das Jagdgesetz, Graf von der Recke).

1946

10. April Mit Genehmigung der britischen Militärregierung gründet sich in Wunstorf bei Hannover der „BUND DEUTSCHER BERUFSJÄGER – BDB". Auch die amerikanische Militärregierung gestattet diesen Zusammenschluss.

Vorsitz BDB – Wildmeister Meyer

Landesgruppen:

Niedersachsen Geschäftsstelle WM Mackerodt

Nordrhein Geschäftsstelle WM Hasenclever

Westfalen Geschäftsstelle WM Glaser

Hessen Geschäftsstelle RJ Baumann

Schleswig Holstein und Hamburg Geschäftsstelle WM Eggers

Bayern Geschäftsstelle ROJ Montag


1946-48 Gruppenbildung im Berufsjägerlager in Anhänger einer eigenständigen Organisation „Bund Deutscher Berufsjäger“ und einer dem jetzt existierenden „Deutschen Jagdverband“ angeschlossener Abteilung Berufsjäger.

1947

Vorsitzender BDB WM Münch (lt. Fritz Hammerschmidt von 1999)

Erste Hilfsjäger und Revierjägerprüfung nach dem Kriege (Elze/Hannover; OT Mehle)

Ausrichter BDB, Aufsicht Ministerium Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Niedersachsen;

weitere Prüfungen:

1950 Hamm/Westfalen; 07.12.1952 Bonn, Museum König; danach bis 1967 einschl. abwechselnd in der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadens-verhütung Bonn- Beuel (1966) und im Institut für Jagdkunde der Uni Göttingen in Hann. Münden; 1968- 2011 fanden die Prüfungen im Jägerlehrhof Springe statt.

1948

23. Nov. Jahreshauptversammlung des „Bund Deutscher Berufsjäger“ in Hannover.  

Vorstandswahl: 1. Vorsitzender Wildmeister WILLI MEYER; Vorsitzender Wildmeister WALTER MACKERODT; Vorsitzender und Geschäftsführer FRITZ LANGGUTH; Kassenwart KURT SCHÖNTHIER (Jahresbeitrag 12,00 DM)

1949

In der weiteren Entwicklung gewinnen die Berufsjäger, die eine „Abteilung Berufsjäger“ im „Deutschen Jagdverband“ befürworten, an Gewicht.

Landesgruppe Westfalen im „ Deutschen Jagdverband“. Wildmeister GLASER, Emsdetten wird zum Landesgruppenobmann gewählt (09. Juni 1949).

In der britischen Zone legt Wildmeister EGGERS sein Amt nieder, Revierjäger HANS BEHNKE wird zum Zonenobmann für Berufsjäger bestimmt.

Die Berufsjäger der amerikanischen Zone finden sich unter Wildmeister SCHEUMANN und Wildmeister MONTAG  zusammen und werden von letzterem beim „Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverband vertreten“.

In Hessen wird Revierjäger BAUMANN derjenige, der im BDB die Kollegen zusammenfasst  und später geschlossen   der  „Abteilung Berufsjäger“ zuführt. Revierjäger WILHELMI wird als Landesobmann für Hessen gewählt.

In der französischen Zone, in der ein Jagdverband nicht besteht, gründet Wildmeister HAACK den Verband der Berufsjäger und führt ihn ebenfalls später geschlossen der Abteilung zu.

Wildmeister HAACK war vermutlich tätig im Revier Pfalzfeld/Hunsrück, im heutigen Rheinland/Pfalz (lt. Helmut Hilpisch von 2011).

Zum Geschehen in der französischen Zone schreibt mir am 11. 01. 2000 Wildmeister Wilhelm Pfisterer, geb. 1911, 79400 Kandern:

„Werter Kollege Lapacek, ich habe die Chronologie des Berufsjägerstandes nach 1945 gelesen. Dabei fielen mir unter 1949 folgende 2 Sätze auf. - In der französischen Zone, in der ein Jagdverband noch nicht bestand, gründete Wildmeister HAACK den Verband der Berufsjäger und führte ihn ebenfalls später geschlossen der Abteilung zu. - die damals kleineren süddeutschen Länder und das Saarland wurden von Bayern und Rheinland-Pfalz übernommen. Ehrlich gesagt von den beiden Sätzen ist mir bis heute nichts bekannt. Auch höre ich den Namen von WM HAACK heute zum ersten Mal. Um Ihre Chronik zu vervollständigen teile ich Ihnen mit, wie die Abt. Berufsjäger in Baden-Württemberg zu Stande kam. Ich kam Ende 1948 aus der Gefangenschaft zurück. 1949 war ein Erholungsjahr. Ende 1950 habe ich mich mit dem seinerzeitigen Bundesobmann  Hans Behnke schriftlich in Verbindung gesetzt. 1951 war ich wiederholt beim Kollegen H. Behnke in der Fasanerie Klein-Auheim, da mich auch die Aufzucht von Fasanen interessierte. Selbstverständlich war auch das Thema „Abteilung Berufsjäger in Baden-Württemberg“ im Gespräch. Da ich im Besitze von 2 namentlichen Listen von Kollegen, die im Jahre 1936 die Hilfsjägerprüfung in Stuttgart und im Jahre 1937 die Revierjägerprüfung in Karlsruhe/Freiburg, abgelegt haben, war, habe ich alle persönlich auf den 9. Dezember 1951 nach Freiburg/Brg.  zur Gründung einer „Abteilung Berufsjäger“ eingeladen

Ich selbst nahm am 8. Dezember 1951 (also ein Tag vorher) in Bonn beim DJV an einer Landesobmännertagung teil. In derselben Nacht fuhren wir, Kollege H. Behnke und ich, mit einem Nachtzug nach Freiburg/Brg. und kamen dort morgens gegen 7 Uhr an. Ich war überrascht, denn ich konnte eine stattliche Anzahl von ehemaligen Kollegen begrüßen, u. a. auch den seinerzeitigen Präsident vom „Verein badischer Jäger“ Sitz Freiburg/Brg., Herrn Siefert, den ich ebenfalls zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte. BOM Hans Behnke erläuterte Sinn und Zweck der Zusammenfassung der Berufsjäger, nicht nur im Land sondern auch im Bund. Zum Schluss stand dann die Wahl eines Landesobmannes auf dem Programm. Ich wurde also am 9. Dezember 1951 zum Landesobmann gewählt und habe diese Tätigkeit bis zum 2. Mai 1976 (also fast 25 Jahre) ausgeführt. Im Alter von 68 Jahren habe ich den Landesobmann  an ROJ Herbert  Joos, Landesjagdschule Bd.-Wttbg., Laupertshausen, abgegeben.“

 
Nachdem sich die Landesjagdverbände im November 1949 in Bad Dürkheim zum „Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV)“  auf Bundesebene zusammenschlossen hatten und eine „Abteilung Berufsjäger“  im Rahmen dieses Verbandes vorgesehen 1950 15.Feb. war, wurde auf einer Tagung der Landesobmänner der Berufsjäger in Hann.-Münden im Institut für Jagdkunde die Gründung dieser Abteilung auf Bundesebene beim DJV beschlossen.

 
Die Abteilung beim DJV nennt sich später „Hauptabteilung Berufsjäger“. Entsprechend des föderalen Systems der Bundesrepublik werden die Berufsjäger bei den Landesjagdverbänden/ Landesjägerschaften als „Abteilung Berufsjäger“ geführt.

Mit Gründung des Berufsverbandes (1980) späterem „Bundesverband Deutscher Berufsjäger“ – (1991) gibt es zwei Interessenvertretungen für Berufsjäger.  Die zahlenmäßige Vertretung durch DJV und BDB ist schwer zu ermitteln; häufig sind jedoch Doppelmitgliedschaften; zurzeit existiert beim DJV die Hauptabteilung Berufsjäger. Sie richtet insbesondere die Vorbereitungslehrgänge zum Revierjagdmeister aus.

Wo in den Landesjagdverbänden keine Abteilungen Berufsjäger mehr bestehen, arbeiten die Vorsitzenden des jeweiligen BDB-Landesverbandes häufig im Präsidium/ Vorstand der Jägerschaft mit. In Einzelfällen gibt es eine Personalunion Landesobmann/ Vorsitzender Landesverband der Berufsjäger.

Die Geschäftsführer/Sachbearbeiter der Hauptabteilung Berufsjäger des DJV:

1949-63 Walther von Freier

1963-72 Martin Wiese

1972-83 Ferdi Esser

bis 2011 Jürgen Semmelsberger

Die Teilnehmer der Versammlung am 15.Februar 1950 in Hann.-Münden waren:

Wildmeister MONTAG, Bayern

Wildmeister JACOBS, Hessen

Revierjäger BEHNKE, Hamburg, dieser auch als Vertreter für

Wildmeister HASENCLEVER und Wildmeister GLASER, Westfalen

Revierjäger VOSS, Schleswig-Holstein

Wildmeister HAACK, Rheinland-Pfalz

Wildmeister MÜNCH, Niedersachsen

Die südwestdeutschen Länder Baden (Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern) waren nicht vertreten. (Wildmeister PFISTERER nahm erst Ende 1950 Kontakt mitdem Bundesobmann BEHNKE auf).

9.Dez.

Gründung der Abteilung Berufsjäger südwestdeutscher Länder Wahl von PFISTERER zum Landesobmann

15. Dez.

Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg, 1965 Gründung des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg, dazu WM PFISTERER brieflich am 11.01.2000: „Eines habe ich (zu erwähnen) vergessen, nach Gründung des „Landesjagdverbandes Baden-Württemberg im Jahre 1965“ wurde die Abt. Berufsjäger ohne großes Aufsehen übernommen“

Insgesamt ist die Nachkriegssituation der Berufsjäger im Südwesten der Bundesrepublik bis zur Gründung des Landes Baden-Württemberg noch undurchsichtig. Einerseits gibt es die persönliche Schilderung von PFISTERER; andererseits scheint es einen kurzzeitigen Landesobmann schon für Württemberg-Baden gegeben zu haben. Es existiert dazu eine Wild und Hund– Meldung vom 24.09.1951. Ein namentlich nicht zu erkennender „Landesobmann“ schreibt, er sei 1949 vor den Russen aus der Ostzone geflüchtet.

Das deutsche Saargebiet steht noch bis 1954 unter französischer Verwaltung. Über Berufsjäger in diesem kleinen Gebiet ist wenig bekannt. Es scheint dem Landesobmann von Rheinland-Pfalz zugeordnet gewesen zu sein.

15.Feb.

Hans BEHNKE, damals Revierjäger, hatte sich seit Jahren um Einigkeit und Zusammenschluss der Berufsjäger verdient gemacht. Zunehmend herrscht Übereinstimmung unter Berufsjägervertretern. BEHNKE wird von den Landesobleuten zum Bundesobmann gewählt.

Vom  Deutschen Jagdschutz-Verband – am Wahltag vertreten durch den Geschäftsführer Walther von FREIER – wird die Selbstverwaltung der Berufsjäger zugesagt „der DJV gedenke nicht auf interne Angelegenheiten Einfluss zu nehmen“.

1950

bis Mitte der 50iger Jahre:

Nach wie vor gibt es den Bund Deutscher Berufsjäger unter WM MEYER und WM MEWIS mit einer Reihe von Kollegen, die der eigenständigen Organisation das Wort reden.

Bei einer Vorstandstagung in Rothenburg/Wümme am 19. Juni 1950 wird beschlossen, die Vereinstätigkeit ab 01.Juli 1950 ruhen zu lassen. Letztendlich ist der Bund Deutscher Berufsjäger dann verschwunden.

1951

"Die Organisation der Berufsjäger auf Bundesbasis ist abgeschlossen.“ Zitat RJ Hans BEHNKE in einem Artikel in Wild und Hund

Vom BDB zur Abteilung Berufsjäger des DJV

Die folgenden Jahre und Jahrzehnte bringen eine Konsolidierung und Festigung des Berufes im Rahmen der Möglichkeiten des DJV und seiner Mitgliedsverbände  Verankerung der Berufe im Bundesjagdgesetz (1952)

- Bundesobmann BEHNKE, GRAF VON DER RECKE für die Bundesregierung -

 Vorschriften für Ausbildung und Prüfung sollen von den Ländern im Benehmen mit dem Bundesminister geregelt werden, in der Praxis übernimmt der DJV durch Erlass einer Berufsjägerordnung diese Dinge

Einrichtung von Lehr- und Ausbildungsrevieren

Einrichtung von Musterrevieren z. B. in Niedersachsen

Schweißhundestationen
 
21.Juni      

4-seitiges Schreiben BEHNKES an online casino die Landesobleute; er teilt mit, er werde den

Posten des Bundesobmannes niederlegen. Dieses geschieht unter der offiziellen Begründung „berufliche Beanspruchung als Leiter der Fasanerie Klein-Auheim Der Stiftung hessischer Jägerhof.“ Intern nennt er eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten in der Zusammenarbeit mit den Landesobleuten. Ob auch der berufliche Wechsel BEHNKES als Geschäftsführer zum Landesjagdverband Schleswig-Holstein 1954 eine Rolle gespielt hat, bzw. ob es auch mit dem DJV Meinungsverschiedenheiten gab, muss dahingestellt bleiben.

Nachfolger BEHNKES sind

1954-56  WM Karl SCHEUMANN, Bayern

Die bayrischen Kollegen lösen sich von der Hauptabteilung Berufsjäger des DJV. Sie gründen 1956 den BUND BAYERISCHER BERUFSJÄGER --- BBB

-66  WM Robert KLEIN, Breitenau, Westerwald

1966-87   WM Fritz HAMMERSCMIDT, Scharfenberg, Sauerland

1987-92   WM Dieter BERTRAM  

1963

Erhöhung der Lehrzeit von zwei auf drei Jahre

30.06-19.07.

Erster Lehrgang für Berufsjäger in der Waldarbeitsschule Neheim-Hüsten (NRW).

Der Lehrgang wurde eröffnet vom Leiter der Hauptabteilung Berufsjäger des DJV, Herrn Walther VON FREIER. Anwesend: Geschäftsführer des DJV Forstassessor Martin WIESE. Lehrgangsleitung WM KLEIN.

Referenten dieses Lehrgangs:

Dr. Heinz BRÜLL (Forschungsstelle Hartenholm, Schleswig-Holstein)

Dr. Erhard UECKERMANN, Dr. Harry FRANK (Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung, Bonn-Beuel)

Dr. SECHERLING (Landesjagdamt Nordrhein-Westfalen) u. a.

Die überbetriebliche Ausbildung fand bis 1966 in der Waldarbeitsschule Neheim-Hüsten statt.

1966

Okt.

Hauptabteilung Berufsjäger des DJV beteiligt sich in bescheidenem Rahmen an der Jagd-Forst- und Fischereiausstellung in Recklinghausen.

1967

Erster Lehrgang für Berufsjägerlehrlinge und Hilfsjäger im Jägerlehrhof Springe.

Der DJV gibt analog zu den DJV Nachrichten Berufsjägernachrichtenheraus.    

Anfangs erscheinen 4 Ausgaben jährlich, 1980 eine letzte Ausgabe.

Ab Mitte der 70iger Jahre

Unter Federführung des DJV vorbereitende Gespräche und Aktivitäten im Hinblick auf eine anstehende Änderung des Berufsbildungsgesetzes von 1969. Ziel war die Festschreibung des Berufes „Berufsjäger“ als staatlich anerkannter Lehrberuf.

Dazu wurde erreicht:

26. April 1982 Verordnung über die Berufsausbildung zum Revierjäger/Revierjägerin

August 1982 in Kraft getreten mit einem Ausbildungsrahmenplan.

Ebenfalls 1982 wurde eine Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung erlassen.    

Die Festschreibung von Berufsbezeichnungen:

Nach abgeschlossener Lehre Revierjäger, nach Meisterprüfung Revierjagdmeister. Auf Grund besonderer Verdienste Ernennung zum Revieroberjäger, Wildmeister.

Die Ernennungen wurden bis 1997 durch den „Deutschen Jagdschutz-Verband“ vorgenommen. Seit 1999 werden sie einvernehmlich von DJV und BDB ausgesprochen.
 
Im Zuge dieser Entwicklung mussten zwangsläufig Fragen der berufsständischen Arbeitnehmervertretung auftreten. Hierzu kam einerseits die Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft in Frage, sie bot sich auch an, andererseits hielten viele Kollegen eine gewerkschaftliche Vertretung für unzweckmäßig. Es keimte der Gedanke einer eigenständigen Berufsvertretung.

1980

05.Feb.

Gründung eines „Berufsverband Deutscher Berufsjäger (BDB)“.

Gründungsmitglieder 11 Landesobleute. Zitat aus dem Gründungsprotokoll:

„Herr Hammerschmidt begrüßte die Erschienenen. Er erklärte, dass durch die Auswirkungen des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) § 37 den nicht gewerkschaftlich organisierten Berufsjägern eine Einflussnahme im sozial- oder berufspolitischen Bereich genommen sei. Er schlug vor, einen Berufsverband Deutscher Berufsjäger zu gründen mit dem Ziel, eine Einrichtung zu schaffen, die den Vereinsmitgliedern Gelegenheit bieten solle, standespolitische Maßnahmen mit zu gestalten“.

Diesem Vorschlag stimmten die Anwesenden zu.

In den Vorstand wurden gewählt:

1. Vorsitzender                Wildmeister HAMMERSCHMIDT

stv. Vorsitzender              Revieroberjäger SCHWARZ

2. stv. Vorsitzender          Revieroberjäger BERTRAM

Schatzmeister                  Wildmeister BELTER

Schriftführer                     Revierjäger HÖPF

Entsprechend der noch engen Zusammenarbeit zwischen DJV und BDB wurde der Bundesobmann zugleich 1. Vorsitzender des BDB. Die gleichzeitige Ausübung von Funktionen sowohl im BDB und im DJV endet 1992 mit dem Amtsverzicht des Bundesobmanns.
 
Ab Mitte der 80iger Jahre

Insbesondere ein zunehmender Arbeitsplatzverlust war Ursache dafür, dass junge Kollegen verstärkt der Auffassung waren, berufsständische Angelegenheiten sollten im Wesentlichen durch den eigenen Berufsverband vertreten werden. Es entwickelten sich Initiativen und Aktivitäten sowohl personeller als auch sachlicher Art.

1984

Revieroberjäger Rudolf SCHWARZ wird zum BDB-Vorsitzenden gewählt.

1986

Herausgabe eines Mitteilungsblattes „DER BERUFSJÄGER“.

1987

Teilnahme an der Nürnberger Jagdausstellung „Wildtier und Umwelt“ mit einem Informationsstand. Organisator war WM Dieter BERTRAM, unterstützt von   RJ Hans LUDWIG und ROJ Karl-Josef SCHUSTER.

1991

14.- 18.09.

Teilnahme an der Messe „Natur-Jagd-Angelsport“ in Leipzig-Markkleeberg Standbetreuer WM Karl LAPACEK, RJ Bernd OCKENFELD, RJ Bernd SPÖRCKE

1992

Teilnahme an Hunting Travel & Safari Düsseldorf         

danach            

regelmäßige Teilnahme an der Dortmunder Messe Jagd und Hund

1991

27.10.       

Gründungsversammlung des ersten BDB Landesverbandes in Rheinland-Pfalz

1992

BDB Landesverband Nordrhein-Westfalen, weitere Gründungen in den west- wie auch ostdeutschen Bundesländern folgen                    

Bundesobmann WM Dieter BERTRAM legt sein Amt nieder. Er hat unüberwindbare Meinungsverschiedenheiten mit dem DJV. Wesentlicher Punkt ist ein DJV-Organigramm, das vom BDB Vorstand abgelehnt wird. BERTRAM bleibt stellvertretender BDB- Vorsitzender.

Revierjagdmeister Jürgen STEINHOFF wird zum BDB-Vorsitzenden gewählt

1993

Der Berufsverband Deutscher Berufsjäger benennt sich per Satzungsänderung um in BUNDESVERBAND DEUTSCHER BERUFSJÄGER e.V.

Ab 1994

können Ingenieure für Wildbewirtschaftung/Meister der Jagdwirtschaft der ehemaligen DDR in den Berufsjägerverband integriert werden. Während einer Übergangszeit bestand für diese Personengruppe auch die Möglichkeit nach Teilnahm an einem Lehrgang die Berufsbezeichnungen Revierjagdmeister; Revieroberjäger, Wildmeister zuerkannt zu bekommen.

1996

Ein persönlicher Brief von STEINHOFF an die damalige Umweltministerin Dr. Angela MERKEL sorgt für eine lebhafte Diskussion in der Jagdpresse. Es gibt einige Missverständnisse.

04.05.         

1. Vorsitzender STEINHOFF und stellvertretender Vorsitzender BERTRAM stehen nicht mehr für den Vorstand zur Verfügung.

Die Mitgliederversammlung an diesem Tage in Bad Essen wählt durch Handzeichen:

Vorsitzender          RJM Hans-Joachim DUDERSTAEDT

1. stellv. Vors.        RJM  Bernhard SCHULZ

2. stellv. Vors.        WM Karl LAPACEK    --- Wiederwahl

Schatzmeister        WM Manfred HÖPF      --- Wiederwahl

Schriftführer           Eberhard KRITZLER

1997/98

Auch in und mit diesem Vorstand kommt es zu Missverständnissen, insbesondere geht es um Fragen der weiteren Zusammenarbeit mit dem DJV, auch um die Frage der Ernennungen zum Revieroberjäger und Wildmeister.

1998

Stellvertretende Vorsitzende, Schatzmeister und Schriftführer setzen sich gegen den Vorsitzenden durch, dieser tritt zurück.
 
16.06.       

Bis zur Vorstandswahl anlässlich der Jahreshauptversammlung 1998 in Bad Berleburg ist 2. stellv. Vorsitzender LAPACEK kommissarisch für den Vorstand tätig. Zum 1. Vorsitzenden wird RJM Bernd BAHR gewählt.

Der bisherige Restvorstand wird im Amt bestätigt.

2000

20 Jahre BDB

Jahreshauptversammlung am Gründungsort Springe

 

 

Bundesverbandes Deutscher Berufsjäger

 

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