Bundesverband Deutscher Berufsjäger e. V.

Geschichte 1919 - 1933

 

1919

in Münster/Westfalen: Gründung des „Vereins Westdeutscher Berufsjäger“ (später erfolgte Umbenennung in „Verein Deutscher Berufsjäger“ – V.D.B. –) durch einige hauptamtliche Jagdangestellte. 1. Vorsitzender O. Ernst, Greven/Westfalen, bald danach J. Drenghahn, Burgsteinfurt. Aufbau von Bezirksgruppen vom Kerngebiet aus, z. B. Niederrhein, Nordwest-Deutschland, Hannover und Mittelrhein. Herausgabe eines eigenen Mitteilungsblattes, welches bei Lammersdorf in Neuenkirchen- Rheine/Westfalen, gedruckt wurde


1922

Am 02.05 Monatstagung des Vereins Deutscher Berufsjäger, z.B. Abhaltung einer Prüfung am 12./13.05 in Warendorf. Deutsche Jägerzeitung Nr. 5, Bd. 79, 1922. Aufruf an die Berufsjäger, sich zur Vogelberingung für die Vogelwarte Rossitten (Ostpreußen) zur Verfügung zu stellen. Deutsche Jägerzeitung Nr. 38, Bd. 79, 1922: Hinweis auf Gründung einer Unterstützungskasse für in Not geratene oder verunglückte Mitglieder.

1923

Am 22.06: Versammlung des Vereins Deutscher Berufsjäger – Bezirksgruppe Nordwestdeutschland, Hamburg: a) Abgabe von vorschriftsmäßigen Achselstücken und Hutabzeichen b) Gründung einer Gehaltsregelungskommission c) Aufruf an schlechtbesoldete Kollegen, sich bei der Geschäftsstelle der Bezirksgruppe zu melden. Deutsche Jäger-Zeitung, Nr. 49, Bd. 81, 1923: Aufruf des Vereins deutscher Berufsjäger – Gruppe Rheinland – unter Hinweis auf die von ihm aufgestellten Gehaltsnormen und Schussgeldtarifen zur zeitgemäßen Entlohnung.

Aufstellung einer Vereinssatzung

 

1925

Mai: Berufsjägerprüfung bei der Bezirksgruppe Nordwest- Deutschland in Scheeßel, Kr. Rotenburg/Wümme

August: Berufsjägerprüfung bei der Bezirksgruppe Rheinland in Mönchengladbach

 

1926

Schaffung eines Vereinsabzeichens. Bestimmung der „Deutschen Jäger-Zeitung“, Verlag Neumann,Neudamm, zur Vereinszeitung. Gründung der Bezirksgruppen Brandenburg und Pommern

Am 16.01: Jahreshauptversammlung Verein deutscher Berufsjäger- Bezirksgruppe Mittelrhein. Es wurde beschlossen, dass künftig Kollegen, die bei Versammlungen ohne triftigen Grund unentschuldigt fehlen, 5 Mark Strafe zu zahlen haben

Am 21.02: Hauptversammlung des Vereins deutscher Berufsjäger, Bezirksgruppe Brandenburg: Anstieg der Mitgliederzahl in einem Jahr von 9 auf 54. Hinweis, dass durch die Bemühungen der Deutschen Jagdkammer erreicht wurde, dass die Berufsjägerprüfungen künftig von der Hauptlandwirtschaftskammer abgehalten werden

Am 24.02: Beschluss der Hauptlandwirtschaftskammer Berlin zur Einrichtung einer Hauptstelle für Berufsjägerprüfungen; die Geschäftsstelle wurde bei der Forstabteilung der Landwirtschafskammer für die Provinz Pommern in Stettin eingerichtet

Am 13./14.04: Abhaltung einer Verbands-und Jugendsuche bei Emsdetten

Deutsche Jäger-Zeitung vom 07. und 14.11: Artikel: „Die Eignung desJägerlehrlings, des Lehrprinzen und des Lehrreviers“.

 

1927

Deutsche Jäger-Zeitung vom 06.02. und 13.02: Artikel „Die Berufsjägerfrage“ Wesentlicher Inhalt: Abgrenzung von unsauberen Elementen, insbesondere auch durch Ausbildung und Prüfung sowie Forderung zur Schaffung gesicherter Anstellungen auch im Alter.

17.06.1927 (in Münster) Gründung der Gegenorganisation „Verein gelernter Berufsjäger“ 1928 Hauptversammlung in Herne/Westfalen und baldige Auflösung.

1927 in Münster, Wahl des FM Redslob aus Wippra/Südharz zum neuen 1. Vorsitzenden.

1927 Herausgabe der „Bestimmungen über die Ausbildung der Berufsjäger best online casino in Preußen“.

Bis zum Jahre 1930 Anerkennung von 29 Lehrherren und Zulassung von 40 Lehrlingen.

17.–19.10 Abhaltung der 1. Berufsjägerprüfung durch die Kammer (Hilfsjägerprüfung zehn und Revierjägerprüfung neun Teilnehmer). Während die Hilfsjägerprüfung von allen Erschienenen bestanden wurde, konnte einem Drittel der Revierjägerprüflinge das Gesamturteil „bestanden“ nicht erteilt werden. (Hierzu gibt es einen schriftlichen Bericht vom damaligen Geschäftsführer der Deutschen Jagdkammer Ulrich Scherping, worin er auch u.a. die Erstellung eines Leitfadens – Fachbuch – fordert).

1927 Herausgabe des Merkblattes – Der Berufsjägerstand – durch den 1. Vorsitzenden.

1927 bis 1928 Gründung der Bezirksgruppen Eifel, Taunus, Sachsen-Anhalt, Odenwald und der Landesgruppe Süd-Deutschland mit Bezirksgruppen in Bayern, Baden und Württemberg (1929).

 

1928

Errichtung einer Provinzstelle für Berufsjägerprüfungen bei der Landwirtschaftskammer Bonn.

Deutsche Jäger-Zeitung vom 20. Mai 1928, Artikel Revierjäger Zorn „Der Berufsjäger“, Allgemeine Erkenntnisse nach den ersten amtlichen Berufsjägerprüfungen:

Prüfungen nicht zu leicht machen und ohne Ansehen der Person prüfen, auch das Nichtbestehen einzelner Prüflinge in Kauf nehmen Hinweis, dass ein gutes Maß von Allgemeinbildung nicht nur eine Grundlage darstellt für die Erfassung der theoretischen jagdlichen Kenntnisse, sondern auch für die tägliche Praxis (sammeln von Erfahrungen und deren richtige Verwertung) ausdrücklich wird auf die Wichtigkeit guter Umgangsformen im Zusammenhang mit Jagdherren und Jagdgästen hingewiesen

Deutsche Jäger-Zeitung vom 26.08.1928, Versammlung der Bezirksgruppe Eifel am 10. Juli, Anwesend 18 Mitglieder, mit
folgendem Inhalt:

Bitte an die Teilnehmer, weitere Kollegen zum Beitritt aufzufordern
Werbung für fördernde Mitglieder
Bezug der Deutschen Jäger-Zeitung (Vereinszeitschrift) wird zur Pflicht gemacht.

31.08 Herausgabe des Neudammer Jäger-Lehrbuches im Verlag von Julius Neumann, Neudamm, Verfasser: Geheimer Regierungsrat Dr. A. Stroese, Leiter des von Julius Neumann gegründeten Institutes für Jagdkunde in Berlin-Zehlendorf.

32. Deutsche Jäger-Zeitung vom 02.09, Hinweis im Artikel „Der Berufsjäger und die Hegeringe“ von Revierjäger Zorn, dass die Berufsjäger bei dem Versicherungskonzern Iduna, Köln, eine eigene Pensions-, Sterbe-, Haftpflicht- und Unfallkasse gegründet haben.

33. Deutsche Jäger-Zeitung vom 11.11 Artikel des 1. Vorsitzenden des VDB, Forstmeister Redslob „Regelungen des Ausbildungswesen für Berufsjäger in Preußen“.

 

1929

07.–10.01 Erste Prüfungen in Bonn, Hilfsjäger sieben Lehrlinge und Revierjäger fünfzehn Prüflinge. Danach bis 1934 jährlich je eine Prüfung in Berlin und Bonn, Teilnehmer immer zwischen sieben und vierzehn (Hilfsjägerprüfung) und neun – fünfzehn (Revierjägerprüfung).

Jahreshauptversammlungen 1928 (Berlin), 1929 (Düsseldorf), 1930 (München), 1931 (Hamburg), 1932 (Frankfurt/Main), also nicht mehr Münster wegen der Ausweitung.

1929 Einführung eines amtlichen Ärmelabzeichens für Hilfs- und Revierjäger.

1929 Herausgabe eines Jahrbuches durch den V.D.B. mit neuem Satzungsentwurf.

 

1931

05.05.1931 Niederlegung des Amtes durch FM Redslob aus beruflichen Gründen, Wahl vom Geschäftsführers des „Reichsjagdbundes“ Ulrich Scherping zum Nachfolger.

 

1932

1932 bis 1934 (jeweils vom 01.–21.02.) Abhaltung von Berufsjägerkursen an der Forstschule Miltenberg/Main.

 

1933

14.07 Unterzeichnung eines Überleitungsvertrages durch den 1. Vorsitzenden des V.D.B. (Ulrich Scherping) zum Verband Deutscher Land- und Forstwirtschaftlicher Angestellter und dort Bildung der Fachgruppe Berufsjäger (später Reichsnährstand).

Scherping wörtlich auszugsweise: „Mit diesem Schritt hört meine Mitarbeit für die deutschen Berufsjäger auf. Ich habe mich in den Jahren, in denen ich die Freude hatte, Vorsitzender des Vereins zu sein, bemüht, den einzelnen Mitgliedern soweit es irgend möglich war, zu helfen. Mögen die deutschen Berufsjäger auch weiterhin die berufenen Förderer und Helfer des deutschen Wildes sein und bleiben!"

Mit Waidmannsheil Scherping.

Berufsjäger 1933

 

Bundesverbandes Deutscher Berufsjäger

 

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